Donnerstag, 19. September 2013

Mein erster Monat


Konzert von Pamela
Estudiantina- ein rießiger Schulwettbewerb



Mit Sofia(ein Mädchen in meiner Klasse) in Quarai
Ahhhhh ich kann es nicht fassen! Ich bin schon einen Monat hier und die Zeit vergeht hier so unglaublich schnell. Ich habe schon soviele Sachen erlebt und erfahren dürfen, aber es kommt mir so vor, als ob alles erst gestern geschehen ist. Ich will im Moment mit niemanden tauschen. Uruguay, te amo!
Schon vor langer Zeit sind meine Abuela Rosario, Laura, Pamela und ich mit dem Auto ein bisschen aus der Stadt in das ärmere Viertel gefahren und danach in das Reichste von Artigas und man merkt wie unterschiedlich eine Stadt und ein Leben ausfallen kann.
Die Leute in der Schule werden auch etwas mehr zutraulich und ich mach jetzt auch viel mit anderen und nicht immer alles mit Pamela, mit der ich mich soo gut verstehe. Sie ist schon meine hermanita geworden. Letzten Donnerstag war auf dem Plaza dann ein Fest für Mate. Viele hatten traditonelle Kleidung an und haben einen Tanz aufgeführt. Am Samstag durfte ich dann, nach einer Veranstaltung, die 5K hieß, bei denen viele Jugendlichen für den guten Zweck 5 Kilometer gelaufen sind, meinen ersten Murga erleben. Beim Murga singt eine Gruppe in Kostümen zu Trommeln und Gitarre. Zwischendrin wird dann auf witzige Weise politische Dinge aber auch die Menschheit kritisiert. Der Murga ist ziemlich uruguayisch und war früher und ist auch heute noch sehr wichtig. Leider konnte ich viele Sachen nicht verstehen, was echt Schade war. Aber ich bin zuversichtlich, dass das nicht mein letzter Murga war.
Sonntags essen wir immer bei meiner Abuela, was echt super lecker ist. Denn wir wissen alle, dass Omas Küche die beste ist!
Meine familie ist so toll und ich fühl mich hier immer mehr Zuhause! In der Kleinstadt bin ich auch nicht mehr ganz verloren, wie in den ersten Tagen. Und es ist echt wunderbar, einfach durch die Stadt zulaufen und bekannte Gesichter zu sehen und sich mit ihnen einfach zu unterhalten. Mein Spanisch wird dank superlustigen Spanischstunden, gutem Zuhören und vielem komischen Gelaber, meinerseits auch immer besser. Obwohl ich oft einfach abschalte und angestrengt ins Bett falle, weil mein Kopf nichts mehr aufnehmen kann. All das; meine wunderbare familia, bei der ich alles sagen kann und die mich auch versteht und respektiert, wenn ich mal Heimweh nach Deutschland bekomme; Leute kennenzulernen, die kein Problem haben einen Satz gefühlte 30 Mal zu wiederholen; sich in der Stadt aus zu kennen und immer mehr wunderschöne Plätze zu finden, sicher zu sein, dass man irgendwie verstanden wird; Bräuche langsam aufzunehmen und als selbstverständlich zu sehen; all das macht mich so froh und glücklich!
Muchos besos :*
Eure langsam uruguayisch-werdende Mari

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